Projekte

Mit unseren Projekten werten wir Lebensräume auf und fördern die Artenvielfalt.

Nachfolgend sind einige unserer aktuellen Projekte vorgestellt.

 

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Langimattweiher

Wei­her Langi­matt, Kleinlützel

Quelle im Thal © UNA Bern-S. Rohr

Quell-Leben­sräume Solothurn

Flutwiese in der Schuldismatt Pro Natura Solothurn
13.10.2021 Artenschutz

Neue Lebensräume für Laubfrosch und Kreuzkröte in der Witi

Gemeinsam mit dem Kanton hat Pro Natura Solothurn in der Schuldismatt bei Altreu einen neuen Waldtümpel und eine temporäre Flutwiese geschaffen. Hier sollen in Zukunft Kreuzkröten und Laubfrösche heimisch werden.

Ausgangslage, Ideen

Seit 40 Jahren sind wir im Besitz der gut 42 Aren grossen Parzelle Schuldismatt in der Witi bei Altreu. Sie ist bestockt und dient als wichtiger Trittstein für Wildtiere im regionalen Wildtierkorridor SO 16 Bettlach-Altreu. Das grösste ökologische Defizit in der Witi sind fehlende Feuchtstandorte. Ziel des Projektes ist die Förderung von Amphibien und die Vernetzung ihrer Lebensräume. Damit verbessern wir auch die Lebensgrundlagen der heimischen Störche. Bereits 2013 haben wir im nahen Wannengraben neue Feuchtlebensräume geschaffen und der Kanton wertete mit seinem Riedförderprojekt etliche Teile der Witi mit Tümpeln auf.

Langwierige Planung

Bereits 2017 fanden die ersten Diskussionen mit Vertretern kantonaler Fachstellen statt, in denen die Idee entstand, einen Waldtümpel in der einen Hälfte unserer Waldparzelle und im anschliessenden Landwirtschaftsland eine temporäre Flutwiese zu schaffen. Wir stellten die Projektidee der Girard-Stiftung als Grundeigentümerin der Landwirtschaftsparzelle vor und fanden Zustimmung zur weiteren Projektentwicklung. Auch die Gespräche mit dem Pächter der extensiven Wiese verliefen positiv, so dass der weiteren Planung nichts mehr im Weg stand. In gemeinsamer Trägerschaft mit dem Kanton, hat das Amt für Raumplanung, Abt. Natur und Landschaft die Bauherrschaft für das Projekt übernommen. Die Planung und Projektleitung wurde durch das Büro BSB + Partner ausgeführt. Nach vielen weiteren Untersuchungen und Gesprächen erhielten wir schliesslich Anfang 2021 die Baubewilligung und so konnte das Projekt im Frühjahr umgesetzt werden.

Umsetzung, technische Besonderheiten

Mit einem Holzschlag wurde in der Waldparzelle Platz für den rund 600 m² grossen Tümpel geschaffen. Damit genügend Licht einfällt wurde der randliche Erdwall durchforstet, wobei wir markante und alte Bäume stehen liessen. Die temporäre Flutwiese von ca. 900 m² Fläche wurde im angrenzenden Wiesland erschaffen. Mittels Grundwasserbrunnen mit Solarpumpe wird sichergestellt, dass die Feuchtbiotope während der Entwicklungszeit der Amphibienlarven nicht austrocknen. Durch das Abstellen der Pumpe können die Tümpel gezielt und unabhängig voneinander trockengelegt werden. Dies ermöglicht eine späte Mahd der Wiesenfläche. Rund um den Waldtümpel bieten Ast- und Steinhaufen sowie Wurzelstöcke weitere Versteck- und Nistmöglichkeiten für verschiedenste Tierarten.

Weitere Entwicklung

Im nächsten Frühjahr soll die ganze Wiesenparzelle neu angesät werden, um eine grössere Artenvielfalt zu erreichen. Wir hoffen auf die selbständige Besiedlung der Flutwiese durch die Kreuzkröte, die in der Nähe vorkommt. Zudem sollen im Rahmen des Kantonalen Laubfrosch-Wiederansiedlungsprojekts Laubfroschlarven vom Natur- und Tierpark Goldau angesiedelt werden.

Bereits stelzen zahlreiche Wasserläufer auf den Wasseroberflächen, Libellen schwirren durch die Luft und auch einige Störche wurden beim Erkunden des neuen Lebensraums beobachtet. Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung im neuen Paradies.

Ariane Hausammann

Das Projekt konnte dank der grosszügigen Unterstützung der folgenden Institutionen umgesetzt werden: Alpiq Ökofonds, Bundesamt für Umwelt BAFU, Fonds Landschaft Schweiz, Natur- und Heimatschutzfonds Kanton Solothurn, Pro Natura und Pro Natura Solothurn. Herzlichen Dank!

Wachholderbock

Arten­schutzpro­jekt Käfer

Geburtshelferkrötenpaar bei der Paarung

Glög­glifroschwei­her im Leimental

Reh am Waldrand Matthias Sorg
13.06.2019 Siedlungsraum

Wildtierbeobachter gesucht

Das Projekt "Wilde Nachbarn Solothurn" will Wildtiere in und um unseren Siedlungsraum erlebbar machen und Wissenslücken über die Verbreitung der Wildtiere schliessen. Dazu sammeln wir gemeinsam mit der Bevölkerung Wildtierbeobachtungen.

Der Kanton Solothurn hat eine unglaubliche Vielfalt an Lebensräumen. Doch unser Wissen über das Vorkommen und die Verbreitung der tierischen Mitbewohner ist beschränkt.

Die Website "solothurn.wildenachbarn.ch" informiert über die Biologie der Säugetiere und ausgewählter Vogelarten, die in Solothurn vorkommen, und gibt Tipps, wo sie sich beobachten lassen und was zu ihrer Förderung und ihrem Schutz unternommen werden kann. Vor allem aber können Beobachtungen gemeldet und auf einer Karte eingetragen werden. Ein Ziel von "Wilde Nachbarn Solothurn" ist es denn auch, Wissenslücken über die Nutzung urbaner Lebensräume durch grössere und kleinere Wildtiere zu schliessen.

Gemeinsames Projekt

Das Angebot „Wilde Nachbarn“ wurde vom Verein StadtNatur erarbeitet und wird in Zürich bereits seit dem Jahr 2013 von der Bevölkerung rege genutzt. Seit kurzem gibt es eine solche Plattform auch in Solothurn.
In Solothurn wird das Projekt von den Partnern Amt für Wald, Jagd und Fischerei, Amt für Raumplanung, Naturmuseum Olten, Naturmuseum Solothurn, Pro Natura Solothurn, Vogelschutzverband Solothurn, sowie WWF Solothurn getragen.
Sämtliche Beobachtungen werden in die nationale Datenbank eingespiesen und stehen den Behörden, aktiven Naturschutzkreisen und der interessierten Bevölkerung zur Verfügung.

 

 

Strassenböschung Passwangstrasse

Mehr Natur an Strassen

Biberwald in Hersiwil

Biber­wald in Halten-Hersiwil

Wildkräuter in Kornfeld

Aktion Hase & Co. BL-SO

Juchtenkaefer

Arten­schutzpro­jekt Juchtenkäfer

Chlepfibeerimoos Randrinne

Regen­er­a­tions- und Aufw­er­tung­spro­jekt Chlepfibeerimoos

Biber

Aktion Biber & Co. Mittelland